Wer Gene sät, hat einen Schatten(Minister)!

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Die SPD im Bezirk – vorne weg Direktkandidat Benneter – präsentiert sich gern als Vorreiterin in Sachen Ökologie und Verbraucherschutz. Das sollte so auch am gestrigen Mittwoch passieren. Um die Wiedereinführung der ökologischen Kartoffelsorte “Linda” zu feiern, wollte Benneter mit SPD-Schattenagrarminister Udo Folgert die Domäne Dahlem besuchen. Ausgerechnet Folgart! Hatte der Vizechef des Deutschen Bauernverbandes sich doch erst wenige Tage zuvor gegenüber der TAZ positiv zur Einführung der Genkartoffel Amlora ausgesprochen. Die SPD hat ein Kartoffelproblem – und die Steglitz-Zehlendorfer Bündnisgrünen liessen es sich nicht nehmen darauf hinzuweisen!

Denn wer Gen sät, hat einen Schatten. Im Gespräch mit den Grünen verwies Folgart dann immer wieder darauf, dass die Gentechnik weder verteufelt noch bejubelt werden dürfe. “Man darf sie nicht mit dem Brechhammer einführen, aber auch nicht mit dem Brechhammer raushalten.” – Die Bäuerinnen und Bauern seien sonst die Leidtragenden. Wir meinen: Lieber gleich die Finger von gentechnisch veränderten Lebensmitteln lassen!

Grüne Politik setzt auf ökologische und nachhaltige Landwirtschaft. Dazu gehört auch eine Reduzierung von Massentierhaltung und Umstieg auf biologische Haltung. Auch hier ist der Schattenminister der SPD nicht auf Grüner Linie. Er will eine “Veredelungsoffensive mit mehr Tierproduktionsstätten” – denn “Landwirtschaft sei eben vor allem Wirtschaft”. Wir finden: Wirtschaft ohne Moral und Weitblick bringt uns nicht weiter – deswegen am 27.9. Grün wählen.