Forschungsreaktor Wannsee

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Nach dem fürchterlichen  Reaktorunfall in Fukushima sind auch die Diskussionen über die Sicherheit des Forschungsreaktors des Helmholtz-Zentrums in Wannsee wieder entflammt. Der letze Umbau ist 1991 abgeschlossen worden und die GRÜNEN hatte sich schon damals dafür eingesetzt, eine Hülle über den Reaktor  zum Schutz gegen Flugzeugabstürze zu bauen. Das ist damals abgelehnt worden. Mit dem Bau des neuen Flughafens und der Diskussion über die Flugrouten ist dieses Thema aber aktueller denn je und deshalb haben wir uns auch dafür eingesetzt, dass überhaupt keine Flugzeuge über den Reaktor fliegen dürfen. Unserer Meinung nach besteht die größte Gefahr darin, dass bei einem Flugzeugabsturz die Rohre, die die Neutronen aus dem Inneren des Reaktors zu den Messeinrichtungen führen, brechen könnten und es damit zu einer Kernschmelze kommen könnte. Die Wahrscheinlichkeit ist, wie wir uns bei einer Besichtigung des Reaktors überzeugen konnten, sehr gering, aber natürlich nicht völlig auszuschließen. Darum halten wir es für sinnvoll, eine Wasserreserve vorzuhalten, die auch bei Bruch der Neutronenleiter und einem Ausfall der Stromversorgung die Kühlung des Reaktors sicherstellt.