Kreisvorstand: Ergebnisoffene Sicherheitsüberprüfung für den Wannsee- Reaktor durchführen und das Überflugverbot sicherstellen

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Aus Anlass der am Wochenende stattfindenden Demonstration erklären Annika Schmidt und Norbert Schellberg, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Steglitz-Zehlendorf, zum Forschungsreaktor in Wannsee:

Das Berliner Parlament hat eine vollständige und ergebnisoffene Prüfung für den Forschungsreaktor in Wannsee gefordert. Das vorliegende Gutachten erfüllt diese Kriterien nicht und wird daher zurückgewiesen. Der im Prüfungsverfahren herangezogene TÜV Rheinland hatte in der Vergangenheit auch das Genehmigungsverfahren durchgeführt und kann deswegen seine eigene Genehmigungspraxis nicht unabhängig bewerten. Die Prüfung erfolgte ausschließlich nach Aktenlage und auf Grundlage der Angaben des Helmholtz-Zentrums. Deswegen fordern wir eine Prüfung durch unabhängige Gutachter. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse soll der Forschungsreaktor BER II nicht wieder in Betrieb gehen.

Das Risiko eines Flugzeugabsturzes muss – wie auch im Gutachten gefordert – nach der Bekanntgabe der Flugrouten neu bewertet werden. Es muss sichergestellt sein, dass kein Flugzeug den Reaktor überfliegt.

Der Forschungsreaktor in Wannsee ist für die wissenschaftliche Forschung ein „Auslaufmodell“. Gleichzeitig ist sein Betrieb mit Gefahren durch die Freisetzung von Radioaktivität verbunden. Bündnis 90/Die Grünen fordern darum die schnellstmögliche Abschaltung des Reaktors. Der Senat ist aufgefordert zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum und den beteiligten Wissenschaftseinrichtungen umgehend zu klären, wie die in Wannsee etablierten Forschungskapazitäten für den Wissenschaftsstandort Berlin erhalten bleiben können.