Wiedervereinigungsdenkmal

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Ziel von Erinnerungskultur ist es, Vergangenheit im Gedächtnis zu behalten und Erinnern daran aktiv zu gestalten, so dass Reflektion über historische Zusammenhänge und Entwicklungen bis ins Heute hinein stattfindet.
Insbesondere in den jetzigen Tagen, in denen eine junge Generation aufwächst, die die deutsche Teilung nicht mehr aus eigener Erfahrung kennt, ist es wichtig, die Erinnerung an Teilung und die – historisch selten – unblutige Revolution 1989 und die folgende Wiedervereinigung wach zu halten.
Die CDU fordert nun eine Stätte aus einer Kiefer(für die DDR), Buche(für die BRD) und Eiche (für das wiedervereinigte Deutschland), deren Kronen ineinander wachsen sollen.
Neben der Frage nach dem geeigneten Platz dafür wird sicher auch zu klären sein, ob die Form geeignet ist, die Botschaft deutlich zu machen: Weder erschließt sich die Zuordnung der Bäume ohne Erläuterung, noch dürfte deren unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit symbolisch geeignet sein. Wir als Grüne Fraktion sind Bäumen natürlich nicht grundsätzlich abgeneigt, könnten uns aber auch einen Wettbewerb zur Gestaltung vorstellen, der eben jene junge Generation mit einschließt und zu Beschäftigung mit dem Thema anregt.


(Carsten Berger)