Steglitzer Kreisel bleibt Problemkreisel

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Der Steglitzer Kreisel war schon in der Bauphase ein Skandalobjekt und scheint diesen Ruf von Jahr zu Jahr zu bestätigen. Auch wenn das Bezirksamt am letzten Skandal nicht direkt beteiligt ist, so ist uns das Schicksal eines der markantesten Gebäude nicht gleichgültig. Was ist (nicht) passiert und warum ist es uns wichtig, dass etwas passiert ?

Das Gebäude steht seit sieben Jahren leer. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, einen Käufer zu finden, scheint der Senat endlich einen Investor gefunden zu haben. Dieser kann aber nicht anfangen, sein Konzept umzusetzen, Wohnungen in diesem Turm zu bauen. Vorher muss der Senat den asbestverseuchten Turm sanieren. Die zuständige Vergabestelle hat dies so schlecht gemacht, dass in einem Gerichtsverfahren festgestellt wird, dass “die Vergabestelle die Aufnahme ihrer Amtstätigkeit in durchaus rechtsstaatswidriger Weise verweigert hat.” Der Kreisel  kostet den Steuerzahler pro Jahr mehr als 700 000 Euro. Eine zweijährige Verzögerung des Verkaufs bedeutet da eine Menge Geld, die sicher sinnvoller eingesetzt werden könnte. Der Senat begründet die Nichtbearbeitung der Vergabe mit mangelnder Personalaustattung. Da zeigt sich mal wieder, wie uns das schlechte Personalmanagement und die Unterbesetzung wichtiger Stellen teuer zu stehen kommen kann. Die Bezirke sind teilweise personell noch schlechter aufgestellt. Wir fordern vom Senat eine möglichst zügige Bearbeitung, damit der Investor nicht abspringt und eine Arbeitshaltung vom Senat, die ein Gericht nicht als  Arbeitsverweigerung interpretiert.