WOHNRAUM ERHALTEN – Jung und Alt in Lankwitz

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Teilnehmer*Innen der Stadtteilkonferenz Lankwitz (einer der runden Tische im Bezirk) haben vor der BVV-Sitzung am18.03.2015 mit einem Transparent für den Erhalt und die Vermietung der Wohnungen in den Seniorenwohnhäusern in der Mudrastraße demonstriert. Sie hatten auch Fragen für die Einwohnerfragestunde eingereicht, die aber leider nicht mehr berücksichtigt wurden. Jugendliche vom Jugend-Kultur-Bunker in der Malteser Straße, der nur wenige Schritte von den Seniorenwohnhäusern entfernt ist, haben auch an der Aktion teilgenommen und die BVV-Sitzung besucht. Die Jugendlichen hatten schon im letzten Jahr BewohnerInnen in den Seniorenwohnhäu-sern besucht und sich über die Situation dort informiert.

Anlass für die kleine Demonstration waren Anträge der SPD zur Renovierung und Vermietung der leerstehenden Seniorenwohnungen, die jetzt zur Abstimmung in der BVV gestellt wurden, nachdem sie seit einem Jahr in verschiedenen Ausschüssen behandelt wurden. Ausgangspunkt der Diskussion über die Seniorenwohnungen (es gibt auch noch Wohnanlagen in der Tautenburger Straße und in der Dreilindenstr.) war im Jahr 2013 ein Antrag der Grünen-Fraktion, mit dem Zahlen zur Vermietungssituation und zum Zustand der Wohnungen gefordert wurden, um mit diesen Infor-mationen ein Konzept für die Vermietung der bezirklichen Seniorenwohnungen zu erarbeiten.
 
Zahlen zu Mieteinnahmen, Betriebskosten, Investitionsbedarf, Leerstand liegen inzwischen vor. Die Aufgabe ein Konzept zu erarbeiten, bleibt bestehen. Die letzten Zahlen hat die AG Seniorenwohn-häuser in der Sitzung des Sozialausschusses am 12.3.2015 vorgelegt. Leider besteht dieser Bericht der AG nur aus einer zweiseitigen Excel-Tabelle, Nachfragen zu den zusammengeschriebenen Zahlen konnte der zuständige Stadtrat Schmidt (CDU) in der Sitzung nicht beantworten. Eine Aus-wertung oder Bewertung der Zahlen wurde nicht vorgenommen.
Verkündet wurde aber, dass das Bezirksamt den Vermieter der Wohnungen in der Tautenburger Str., das ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBM, aufgefordert hat, seinen Verpflichtungen als Vermieter nachzukommen und die dort leerstehenden Wohnungen zu renovieren. Da stellt sich dem Betrachter natürlich die Frage, warum diese Verpflichtung nicht auch für den Vermieter der Woh-nungen in der Mudrastraße, das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, gilt. Bei dieser Frage verweisen die zuständigen Bezirkspolitiker auf die leere Kasse des Bezirks.
Also weiterhin kein Konzept für die Wohnungen und weiterhin Unsicherheit für die BewohnerIn-nen, wie es weitergeht.