Steglitz-Zehlendorf soll Fairtrade-Town werden – so schnell wie möglich

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Aachen, Bremen, Düsseldorf, sie alle haben bereits das Siegel. Inzwischen wurden 437 Städten und Gemeinden in Deutschland von “Fairtrade Deutschland“ der Titel “Fairtrade-Town” verliehen. Darunter sind auch die Berliner Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf; in Tempelhof-Schöneberg wurde ein entsprechender Antrag auf den Weg gebracht. Jetzt soll Steglitz-Zehlendorf folgen: Auf der heutigen Sitzung des Bezirksparlaments bringt die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN einen entsprechenden Antrag ein.

Lukas Uhde, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, erklärt:

“Gerade in einer Zeit, in der die Kluft weltweit zwischen Arm und Reich immer größer wird, in der Menschen Perspektiven verlieren oder niemals aufbauen können, in der Unsicherheit und Ungerechtigkeit zunehmen, muss die Sinnhaftigkeit unseres bisherigen Wirtschaftens in Frage gestellt werden. Wir müssen den nachhaltigen und sozialen Umgang mit Ressourcen und Arbeitsbedingungen für die Menschen in der Welt in den politischen Fokus stellen. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Steglitz-Zehlendorf zeigen hier bereits Engagement, etwa in Fairtrade-Läden oder auch bei strategischen Entscheidungen mancher größerer Unternehmen. Wir wollen dem Thema mit der Teilnahme an der ‚Fairtrade-Town‘-Kampagne noch mehr Sichtbarkeit verleihen und zu einem echten Wandel bei uns im Bezirk beitragen. Steglitz-Zehlendorf soll ‚Fairtrade-Town‘ werden – so schnell
wie möglich.“

Hintergrund:

Um das „Fairtrade-Town“-Siegel zu erhalten, muss ein detaillierter Kriterien-Katalog erfüllt werden, der zivilgesellschaftlichen Engagement in allen Bereichen fordert:
In Vereinen, Schulen, Kirchen, Betrieben und natürlich in der öffentlichen Verwaltung sowie in der Berichterstattung durch die lokalen Medien. Damit kann sichergestellt
werden, dass Steglitz-Zehlendorf künftig in Sachen Fairem Handel mit gutem Beispiel vorangeht.