Ein Rathaus für Familien — Anträge zu Stillräumen und dem Bezirk als familienfreundlichen Arbeitgeber beschlossen

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Anlässlich der Verabschiedung der Anträge „Der Bezirk als familienfreundlicher Arbeitgeber“ und „Einrichtung eines Stillraums in den Bürgerämtern/Rathäusern“ erklärt Nina Stahr, familienpolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

„Ich freue mich, dass die BVV heute diese beiden Anträge beschlossen hat. In Steglitz-Zehlendorf leben viele Familien; den Bezirk für sie zu gestalten, liegt mir sehr am Herzen. Nach dem auf grüne Initiative eingerichteten Familienbüro, sind jetzt zwei weitere, wichtige Ziegelsteine für das neue familienfreundliche Rathaus gesetzt.
Die Einrichtung eines Stillraums in öffentlichen Ämtern halte ich für selbstverständlich. Es ist für junge Eltern häufig schon schwierig genug, mit einem kleinen Baby alle Amtsgänge reibungslos über die Bühne zu bringen. Die Verwaltung sollte deshalb den Aufenthalt im Rathaus wenigstens so gestalten, dass Mütter ihre Kinder problemlos stillen können.

Dass der Antrag ‚Der Bezirk als familienfreundlicher Arbeitgeber‘ heute beschlossen wurde, ist ein Durchbruch, es ist ein wichtiger Meilenstein — nicht nur familienpolitisch. Allen Bezirken fehlt es an Nachwuchskräften in der Verwaltung. Wenn das Bezirksamt als Arbeitgeber attraktiver werden und mehr junge Menschen anziehen will, ist Familienfreundlichkeit ein wichtiger Faktor.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fragen heute nicht mehr nur nach dem Gehalt, sondern auch danach, wie sich der Job mit Familie vereinbaren lässt. Jobsharing oder Home Office sind da zum Beispiel Möglichkeiten, die der Bezirk nutzen könnte. So was geht natürlich nicht in allen Bereichen. Aber da, wo es möglich ist, sollte der Bezirk endlich etwas flexibler werden und neue Wege probieren. Andere Kommunen sind hier schon viel weiter und ich wünsche mir, dass Steglitz-Zehlendorf endlich nachzieht — damit wir motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung haben, die Job und Familie gut unter einen Hut bekommen und auch deshalb ihren Job auch gerne machen.“