Eine grüne Wirtschaft für Steglitz-Zehlendorf

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Die AG Wirtschaft gestaltet den grünen Wirtschaftsteil unseres Bezirkswahlprogramms

Als AG Wirtschaft sind wir verantwortlich für den Wirtschaftsteil unseres Bezirkswahlprograms. Wir wollen die Innovationskraft der Unternehmen in unserem Bezirk stärken, denn Steglitz-Zehlendorf war schon immer Innovationsstandort und auch heute werde viele Unternehmen als Ausgründungen der Freien Universität gegründet. Doch leider ziehen etwa 70 % von ihnen weg, weil Sie hier kein attraktives Umfeld finden. Eine Anlaufstelle könnte in Zukunft das auf den Weg gebrachte Technologie- und Gründungszentrum (FUBIC) sein. Dies muss weiterentwickelt werden, doch auch bestehende Industrieareale zum müssen auf den neusten Stand gebracht werden , beispielsweise in der Goerzallee.

Doch nicht nur die Hightech-Unternehmen stehen in den nächsten 5 Jahren vor großen Herausforderungen. Auch die kleinen Gewerbebetriebe an der Ecke können dem großen Konkurrenzdruck der großen Einkaufsstraßen oft nicht standhalten und Einkaufsstraßen veröden zum Leidwesen aller. Es muss wieder Leben in die Straßen, deshalb wollen wir gemeinsam mit den örtlichen Bürgerinitiativen und den runden Tischen die Kieze weiterentwickeln. Gerade die kleinen Kieze benötigen ein zeitgerechtes Standortmarketing. Die Stadt- und Ortsteilzentren sollen unverwechselbar bleiben. Wenn die Kieze wieder Menschen anziehen, profitieren auch die Gewerbetreibenden davon, ein gutes Beispiel dafür ist die Ladenstraße Onkel-Toms-Hütte.

Ein weiteres Problem in unserer Stadt sind die steigenden Mieten, nicht nur für Wohnraum- sondern auch für Gewerbemieter. Diese sind oft nur unzureichend gegen Mietpreissteigerungen geschützt. Wir wollen die Eigeninitiative von Gewerbetreibenden bei der Gründung von Genossenschaften zur gemeinsamen Beschaffung von günstigen Räumen fördern, Gewerbeinseln und Handwerker-WGs sind denkbar. Nach Kreuzberger-Modell sollen im Rahmen von Bebauungsplanverfahren verbilligte Gewerbemieten im Neubau gesichert werden. Mit diesem sozialen Gewerberaumbau können alteingesessene Sozialprojekte und Kulturschaffende im Kiez verbleiben.

Auch der Tourismus ist in unserem Bezirk ein immer wichtigeres Thema. Hier benötigen wir neue Radtouren, die die touristischen Highlights des Bezirks miteinander und mit dem Umland verbinden, sowie Wasserwanderrastplätze und bessere Kombinationsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Angebote.

In den nächsten 5 Jahren gibt es viel zu tun. Wir freuen uns darauf den Bezirk mit Ihnen zu gestalten.

Von Sebastian Serowy