Umlenken – “Ja” zu Fahrradspuren, Fahrradparkhäusern und Pedelec-Routen, “Ja” zum Projekt in der Argentinischen Allee

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Zur Großen Anfrage “Planungen für die Umgestaltung der Argentinischen Allee” und zum beschlossenen Antrag der GRÜNEN “Ampel an der Kreuzung Argentinische Allee / Waltraudstraße / Am Waldfriedhof” erklärt Uwe Köhne, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der BVV und Vorsitzender des Verkehrsauschusses:

“Wir begrüßen das Pilotprojekt der Senatsverwaltung, den Pendelverkehr von den Autos auf die Fahrradsättel zu bringen, und unterstützen insbesondere den Bau von sicheren Fahrradparkhäusern am S-Bahnhof Wannsee und in Zehlendorf-Mitte. Die über 100.000 Unterschriften für das Volksbegehren Fahrrad zeigen: Die Menschen in Berlin wollen sichere und gute Radverkehrsanlagen,

Besonders wichtig ist natürlich der Bau der zwei Meter breiten Fahrradspuren von der Lissabonallee bis zum Oskar-Helene-Heim. Dieser Pedelec-Korridor wird neben der Parkspur auf die Straße markiert; für die Autos bleiben zwei Fahrspuren beziehungsweise auf einigen Abschnitten eine Fahrspur. Somit ist gewährleistet, das eine sichere und breite Radspur entsteht und die Menschen auf den schnellen Rädern auch ohne Gefahr für sich und die anderen Verkehrsteilnehmer überholen können. Das ist gerade wegen des immer stärkeren Anteils von Pedelecs wichtig.

Ich betone ausdrücklich: Es fallen nur wenige Parkplätze weg – und zwar dort, wo sowieso kein Parkdruck besteht. Gleichzeitig wird die Leistungsfähigkeit der Kreuzungen für den Autoverkehr sogar etwas gesteigert, die Wartezeiten werden teilweise verkürzt. Es ist eine Win-Win-Situation für Menschen auf dem Rad und in den Autos.

Übrigens wollen sie auch sichere Querungsmöglichkeiten: Wir freuen uns, dass unser Antrag, eine Fußgängerampel in der Argentinische Allee, Am Waldfriedhof Ecke Waltraudstraße zu errichten, in der-heutigen BVV eine große Mehrheit fand. Das ist besonders für die Kinder, die die naheliegenden Schulen besuchen, eine gute Nachricht.”

Hintergrund:

Als Antwort auf die steigenden Pendlerströme aus dem Umland in den Südwesten Berlins hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die richtige Antwort gefunden: die Verbesserung der Bedingungen für Fahrräder und für Fahrräder mit Elektroantrieb, sogenannte Pedelecs.

Die S-Bahnhöfe von Wannsee bis Zehlendorf und die U-Bahnhöfe von Krumme Lanke bis Oskar-Helene-Heim sollen mehr und sichere Abstellanlagen bekommen. Die Zufahrten zu diesen Bahnhöfen sollen für den Radverkehr und die Pedelecfahrer verbessert werden. Dazu werden der Königsweg und die Anhaltiner Straße für den Radverkehr besser befahrbar gemacht; auf der Lissabonallee, der Lindenthaler Allee und der Argentinischen Allee werden zwei Meter breite Fahrradspuren in beide Richtungen angelegt.

Durch den vermehrten Kauf von teuren Fahrrädern und Pedelecs wächst der Wunsch in der Bevölkerung, ihr Fahrzeug sicher unterstellen zu können. Dazu reichen teuere Schlösser und Fahrradbügel heute nicht aus; Fahrradparkhäuser sind dabei die bessere Alternative. Diese werden aus Mitteln des Senats und der Europäischen Gemeinschaft gebaut, der Betrieb aus Mieten für sicheres Parken finanziert.