Grüne Jugend fordert klimaneutrales Steglitz-Zehlendorf

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Die Grüne Jugend Steglitz-Zehlendorf hat bei ihrer Mitgliederversammlung am 23.08. ein „Klimapolitisches Sofortprogramm“ für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf beschlossen, indem sie ein sofortiges Umdenken in Verkehrs- und Umwelt- und Wirtschaftspolitik fordert.

„Es kann nicht sein, dass auf Landesebene die Ausrufung des Klimanotstandes diskutiert wird und wir im Bezirk jährlich die Fällung von Bäumen tolerieren und nur unzureichend neue Bäume nachpflanzen“, sagt der Sprecher Alexander Kräß. Die Grüne Jugend fordert in ihrem Programm unter anderem einen sofortigen Rodungsstopp von Bäumen durch das Bezirksamt und die Pflanzung von 12.000 neuen Bäumen im Bezirk bis 2025.

„Wenn alleine 2017 an die 1.000 Bäume im Bezirk gefällt, im gleichen Zeitraum jedoch nur wenige hunderte nachgepflanzt wurden, ist dies klimapolitisch nicht zu verantworten“, erläutert die Sprecherin Gülsah Bayar. Da Fällungen jedoch nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Raum im großen Stil umgesetzt werden, setzt sich die Grüne Jugend Steglitz-Zehlendorf für eine Mindestgebühr für das illegale Fällen von Straßen ein.

Bezirkseigene Projekte, welche – wie bei der Geflüchtetenunterkunft Dahlemer Weg – die Rodung von großflächigen Waldflächen voraussetzen, lehnt die Jugendorganisation ab. „Wir sprechen uns ausdrücklich für die Aufnahme von Geflüchteten im Bezirk aus, jedoch sollte man hierfür nicht ökologisch wertvolle und sensible Flächen wie Waldstücke opfern. Man darf Klimaschutz und Solidarität nicht gegeneinander ausspielen.“, erklärt Bayar. „Wir haben genügend bereits versiegelte Flächen, welche man anders nutzen kann. Man muss keine weiteren Grünflächen für Stadtentwicklung opfern.“

Dass bereits versiegelte Flächen anders genutzt werden können, geht deutlich aus dem beschlossenen Programm hervor: So beinhaltet dieses die Forderung nach einer Reduzierung von Parkplätzen, die allgemeine Erhebung von Parkplatzgebühren, den Ausbau von weiteren Fahrrad- und Spielstraßen, die Schaffung von Busspuren und Straßenbahnlinien, sowie die Prüfung von Oberleitungsbussystemen.

„Gerade bei Strecken, bei welchen sich aufgrund der Straßenbreite oder anderen Gründen die Verlegung von Straßenbahngleisen nicht lohnt, kann man durch Oberleitungsbusse ein klimapolitisches Zeichen setzen.“, betont Kräß. „Auch wenn diese mehr Energie als Straßenbahnen verbrauchen und ebenfalls an Streckenführungen gebunden sind, sind sie emissionsfrei und haben eine höhere Reichweite als Elektro-Busse.“

Das ganze Programm findet Ihr hier: Klimasofortprogramm Grüne Jugend Steglitz-Zehlendorf

 

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