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Wahlprogrammtext:

“Mehr Lebensqualität für den Schlachtensee & Co

Vom Nikolassee, über den Schlachtensee und die Krumme Lanke bis zum Grunewaldsee – unsere „Grunewalder Seenkette“ braucht ein komplett neues Erholungskonzept für Menschen und Natur. Wir haben ein Müllproblem, aber auch ganz unterschiedliche Wünsche von Nutzerinnen und Nutzern. Da gibt es junge Partygäste und
ältere ruhebedürftige Menschen. Da sind Hundebesitzer und Badegäste zu beachten.
Es ist nicht immer leicht, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wir brauchen ein neues Gesamtkonzept für unsere Seen. Für dessen Erarbeitung und Umsetzung müssen alle Interessensgruppen einbezogen werden. Dazu gehören auch die Naturschutzverbände.
Nach mehreren Versuchen hat der Bezirk auf Initiative der grünen Stadträtin – übrigens selbst langjährige und enthusiastische Hundebesitzerin – ein Mitnahmeverbot für Hunde verfügt. Das Jahr 2015 war für viele Menschen
ein einmaliges Erlebnis, das auch reichlich genutzt wurde. Ein Sommer ohne Hunde am Schlachtensee und an der Krummen Lanke hat aus unserer Sicht zu einer Verbesserung der Ufer, der Hänge und zum Wiederaufleben
diverser Pflanzen und Tiere in dem Bereich geführt. Viele Familien sind an den Schlachtensee zurückgekehrt. Die Zustimmung zu der Entscheidung war groß. Aber wir wollen nicht drumherumreden: es gab auch Ablehnung –
vor allem in den Kreisen der HundehalterInnen. Wir wollen uns weiterhin für mehr Erholungsqualität einsetzen und setzen weiterhin auf Kompromissmöglichkeiten.
Wir möchten, dass der Sinn des Naturschutzes erfahrbar wird: Dazu wollen wir das Wegesystem umplanen und neue Badestellen anlegen. Das gibt Mensch und Natur genügend Raum. Das alte Wasserwerk könnte als Stützpunkt für Ranger als Konfliktlotsen dienen und Ausgangspunkt für geführte Wanderungen entlang des Riemeister Fenn
bis zum Grunewaldsee, in Verbindung mit Infostationen, Naturbildungspfad und Aussichtsplattformen sein. Damit verbinden wir Naturschutz und Freizeitqualität.

Ansprechpartner für die Fraktion zu diesem Thema: Carsten Berger

AG Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr