GRÜNE Sonnenblume

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PROJEKT 11 DEZENTRALE UNTERBRINGUNG

Wir wollen, dass lebendige und attraktive neue Quartiere entstehen, mit einer guten sozialen Mischung, mit Gewerbe und Kultur. Dies geht, indem größere Grundstücke nicht ausschließlich für Flüchtlingsunterkünfte, sondern in Teilbereichen auch durch Genossenschaften, landeseigene Wohnungsbaugesellschaften oder Baugruppen genutzt werden. Oder indem innerhalb eines Gebäudes für eine gemischte Bewohnerschaft gesorgt wird, beispielsweise durch die Kombination mit studentischem Wohnen. Wir wollen es so möglich machen, möglichst schnell auf die Unterbringung von Geflüchteten in Turnhallen zu verzichten. Sie ist wegen mangelnder Privatsphäre der Flüchtlinge konfliktträchtig und unverhältnismäßig kostspielig. Wir wissen, dass gerade für die Sportlerinnen und Sportler und ihre Vereine, aber auch für Schulen die jetzige Situation nicht gut ist.

PROJEKT 12 HILFE ZUR SELBSTHILFE – SELBSTBESTIMMTES LEBEN ERMÖGLICHEN

Solange für die Menschen auf der Flucht keine dezentrale Unterbringung wie von uns gewünscht möglich ist, sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, bei der Organisation der Massenunterkünfte ihren Fähigkeiten entsprechend zu helfen. Sie wollen nicht nur Empfänger der Hilfe sein, sondern auch dazu beitragen, ihre Situation hier zu verbessern. Wir müssen ihnen zeigen, dass wir ihre Arbeit und ihr Engagement wertschätzen und sie darin unterstützen. Wir wollen Heimbeiräte ermöglichen, die das tägliche Leben mit regeln. Und wir wollen den geflüchteten Menschen dabei helfen, demokratische Strukturen der Selbstvertretung zu organisieren, die mit den Behörden, der Politik und anderen Organisationen in Dialog treten können.

PROJEKT 13 – EIN WILLKOMMENSZENTRUM FÜR NEUE BERLINERINNEN UND BERLINER

Als eine weltoffene Stadt ist Berlin und damit auch unser Bezirk Teil der globalen Migrationsprozesse. Aber unsere Verwaltung ist immer noch nicht darauf eingestellt. Schon für lang in Berlin lebende Menschen sind das Verwaltungsdeutsch und der Orientierungslauf zwischen den Ämtern manchmal verwirrend. Wir setzen uns daher für ein Willkommenszentrum als Anlaufstelle des bezirklichen Bürgeramts ein. Hier sollen Meldeangelegenheiten und Orientierungshilfen zu dem Leistungsangebot in unserem Bezirk vom Fachpersonal und mit Unterstützung von Sprachmittlern schnell und unbürokratisch bearbeitet werden können. Das ermöglicht den zugewanderten Menschen, sich gut bei uns zurecht zu finden. Das ist zeit- und kosteneffizient für sie und auch für die Verwaltung. Die Bündelung von Fachkompetenz und Sprachunterstützung in einer zentralen Anlaufstelle verschlankt Bearbeitungsprozesse, vermeidet Redundanzen und bewirkt eine bessere Koordination.

PROJEKT 14 – ETAT DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN ERHÖHEN – INTERKULTURELLE ÖFFNUNG DER VERWALTUNG

Gesellschaftliche Vielfalt ist in unserem Bezirk gelebte Realität. In der letzten Wahlperiode haben wir aktiv mitgewirkt, Gremien der bezirklichen Integrationsarbeit zu stärken oder ins Leben zu rufen. Gerade die Stelle der bzw. des Integrationsbeauftragten ist dabei ganz zentral. Sie zeigt durch ihre Arbeit, wie der Bezirk tickt und sie ist ein Sprachrohr der Belange zugewanderter Menschen in die Verwaltung hinein. Diese wichtige Arbeit gibt es nicht für umsonst. Wir wollen den Etat des bzw. der Integrationsbeauftragten deutlich anheben. Aber eine Stelle allein hilft wenig. Wir wollen mehr kulturelle Vielfalt in der Verwaltung. Das bereichert auch die Arbeit und stärkt die Akzeptanz. Gerade angesichts der großen Herausforderungen, denen wir uns aktuell bei der Integration stellen wollen, brauchen wir ein bezirkliches Gesamtkonzept, das alle Fachabteilungen einbezieht.

PROJEKT 15 – STADTTEILMÜTTER UND LOTSEN FÜR INTEGRATION

Die Stadtteilmütter sind gerade für geflüchtete Frauen wichtige Ansprechpartnerinnen. Sie werden speziell geschult, um zu helfen. Sie begleiten geflüchtete Frauen zu Verwaltungsterminen, veranstalten Bildungsfrühstücke oder unterstützen bei Sprachhürden. Sie helfen aber auch bei den täglichen Familienproblemen: bei der Erziehung, bei der Organisation eines Kitaplatzes oder bei der Aufnahme in Willkommensklassen. Die Stadtteilmütter sind sehr wichtig für die Integration. Wir wollen das Programm deutlich ausbauen und auch langfristig absichern.

PROJEKT 16 – BILDUNG ALS TOR ZUR INTEGRATION

Spracherwerb und schulische Bildung sind die Schlüssel für eine erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft. Für eine ausgewogene Verteilung sollen alle Schulen in unserem Bezirk befähigt werden, SchülerInnen mit Migrationshintergrund aufzunehmen. Für den zügigen Übergang von Willkommens- zu den regulären Schulklassen brauchen wir mehr Fachpersonal. Dafür wollen wir uns beim Senat stark machen. Auch eine enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ist wichtig. Wir wollen die Elternarbeit stärken und dabei Träger und die Organisationen der MigrantInnen zusammenbringen.

PROJEKT 17 – INTEGRATION VON GEFLÜCHTETEN IN AUSBILDUNG UND ARBEIT

Arbeit ist ein weiterer wichtiger Weg zur Integration. Jeder Mensch hat doch das Bedürfnis, etwas zu leisten und beizutragen. Mehr als die Hälfte der zu uns geflüchteten Menschen ist jünger als 25 Jahre. Für sie wollen wir mit dem Jobcenter und der Arbeitsagentur betriebliche Ausbildungen organisieren. Die berlinweit erste Jobbörse für geflüchtete Menschen hat hier bei uns stattgefunden – und war sehr erfolgreich. Das wollen wir ausbauen. Viele Geflüchtete haben auch schon gute Abschlüsse. Wir wollen mit den Behörden, Verbänden und Kammern für eine zügige Anerkennung bzw. Nachqualifikation und Sprachkurse sorgen. Wir sind überzeugt, am Ende gewinnen dadurch alle.