GRÜNE Sonnenblume

Kultur im Bezirk

GRÜNE Sonnenblume
Personal in der Musikschule gesichert

Die personelle Ausstattung der Musikschulen in den Bezirken bedurften dringend einer Nachbesserung. Stadträt*innen aller Bezirke schlossen sich zusammen, um dies beim Land, dem Kultursenator, einzufordern. Die Aufstockung im Bezirk Steglitz Zehlendorf erfolgte dann aus dem Grünen Kontingent der Prioritäten für den Bezirkshaushalt.

Mehr Raum für die Musikschule möglich

Die Musikschule braucht mehr Raum für ihre Auftritte. Es wird nicht aus den Augen gelassen, ob die Musikschule den Konzertsaal der Siemens-Villa in der Zukunft für Aufführungen nutzen kann.

Aktive Erinnerungskultur auf der Agenda des Bezirksamts

Aufgrund unserer Initiative „Aktive Erinnerungskultur“ ist das Kulturamt des Bezirks aufgefordert, jährlich aktiv eine Liste mit Gedenkdaten und Vorschlägen zu deren Begehung vorzulegen.

Platz nach Lucie Strewe benannt

Die historische Aufarbeitung der deutschen Geschichte im Bezirk ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein Instrument hierzu ist die Benennung von Straßen und Plätzen nach „Stillen Helden“ des Widerstands gegen die Nationalsozialisten. Der Platz an der Straßenspitze Busseallee /Fischerhüttenstraße wurde nach Lucie Strewe benannt. Lucie Strewe ist eine Stille Heldin, die seit 1943 bis zu ihrem Tod 1981 in Zehlendorf lebte. Sie hat vor allem hier ihre Unterstützungsleistungen für „Untergetauchte“ erbracht und ist auch auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof begraben. Sie wurde vom Berliner Senat als Unbesungene Heldin (UH 1404) 1966 geehrt. 

Rassistische Skulptur dank uns entfernt

Denkmälern und Skulpturen im Bezirk sind ebenso Bestandteil einer sorgfältigen geschichtlichen Aufarbeitung und müssen unter Umständen aus dem öffentlichen Straßenraum entfernt werden. In der Leuchtenburgstraße vor der Hausnummer 35 befand sich die rassistische Skulptur „Negerin“. Die besagte Figur stellt eine afrikanische Frau so dar, dass sie rassistische Stereotypen transportierte. Der Erschaffer der Figur gerierte sich ab 1932 als „Kulturwart“ der NSDAP für die Zehlendorfer Künstler und fand direkt nach dem Krieg Anklang und bezahlte Beschäftigung beim DDR-Regime. Die Statue ist aus dem Straßenland entfernt und vom Bezirk eingelagert.

Historischer Gedenk- und Lernort an den authentischen Gebäuden des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag IIID

Auf dem Neubaugebiet Lichterfelde Süd befinden sich Reste der Baracken für Kriegsgefangene des KZ-Außenlager Lichterfelde. Die Bürger*inneninitiative IKZ Lichterfelde für einen historischen Lernort hat Anfang 2019 einen Einwohner*innenantrag für die Berücksichtigung eines Lern- und Gedenkortes bei dem Bauvorhaben gestellt. Wir haben dieses Anliegen der Bürger*innen unterstützt. Der Bauherr, die Groth Gruppe, und Expert*innen der Erinnerungskultur entschieden sich dafür, die beiden verbliebenen Baracken instand zu setzen. Die Baracke auf dem zukünftigen Schulgelände, Réaumurstraße 39, könnte als Jugendfreizeiteinrichtung genutzt werden. In der Baracke am Landweg 3/5a könnten Fundstücke der archäologischen Grabungen gezeigt werden.

Kulturelle Nutzung des alten „Kraftwerk Steglitz“

Mit unserer Initiative fördern wir Bestrebungen zu einer kulturellen Nutzung des ehemaligen „Kraftwerk Steglitz“ in der Birkbuschstraße und haben die Unterstützung des Bezirks mobilisiert. In der Location befinden sich etwa 15.000qm an teils schallgedämmten Räumen, die man für Live-Events, Workshops, Lesungen, Kunstmärkte, etc. verwenden kann.