Bündnisgrüne nominieren Nina Stahr für den Bundestag

Unter außergewöhnlichen Umständen trafen sich die Bündnisgrünen zur Aufstellungsversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf. Diese fand im Titania Cineplex Palast in Steglitz unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln statt.

Knapp über 70 Mitglieder waren gekommen, um eine der ihren zur gemeinsamen Kandidatin zu küren und um ihr das Vertrauen auszusprechen, die GRÜNEN erfolgreich durch den Bundestagswahlkampf zu führen.

Nina Stahr, Jahrgang 1987 lebt seit 2005 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Sie war von 2011-2016 in der BVV Steglitz-Zehlendorf, Schulausschussvorsitzende und ab 2016 Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion in der BVV.

Seit Dezember 2016 ist Sie die Landesvorsitzende der Berliner Grünen.

„Die Arbeit gegen Kinderarmut war auch in den letzten Jahren einer meiner Schwerpunkte. Denn wer Chancengerechtigkeit will, kann nicht allein in der Bildungspolitik ansetzen bzw. muss Bildungspolitik viel größer als nur in Schulstrukturen denken. Deshalb ist es auch nicht allein ein Landesthema. Wer morgens ohne Frühstück in die Schule kommt, kann sich kaum auf den Unterricht konzentrieren, wie sollen da gleiche Startchancen gegeben sein?“ so Nina Stahr und unterstreicht damit ihr Engagement gegen Klimakrise und Kinderarmut sowie das Eintreten für Kinderrechte, Beteiligung und Gleichberechtigung.

Wir freuen uns mit Ihr gemeinsam auf einen aktiven und erfolgreichen Wahlkampf 2021 und wünschen Ihr alles erdenklich Gute.

Der Kreisvorstand

 

März 2020 – Pressemitteilung: Stellungnahme zur Resolution der polnischen Partnerstadt Steglitz-Zehlendorfs, Poniatowa, sich zur „LGBT+ -freien Zone“ zu erklären

Die Nachricht, dass sich Poniatowa, eine von Steglitz-Zehlendorfs Partnerstädten in Polen, zur „LGBT+ -freien Zone“ erklärt hat, trifft uns Grüne hart. Nicht nur, weil unsere Partnergemeinde in ihrer Resolution behauptet, dass „LGBT+ -Ideologie“ unvereinbar mit der polnischen Kultur sei, sondern vor allem auch weil sie behaupten, dass Schwulen, Lesben, bisexuelle Menschen, Transpersonen und weitere Gruppen Kinder manipulieren und beeinflussten wollten.

Wir sprechen uns klar gegen diese Entscheidung unserer Partnerstadt aus, Queeraktivismus mit der Frühsexualisierung von Kindern gleichzusetzen und somit zu versuchen, Eltern gegen queere Menschen auszuspielen.

Als ein Teil der   Regenbogen-Hauptstadt Berlin ,verurteilen wir eine derartige Stigmatisierung und Polarisierung von Sexualität. . Nicht zuletzt auch weil Deutschland sowohl im Dritten Reich, als auch in der Bundesrepublik Homosexuelle und Transsexuelle verfolgt und unterdrückt hat, sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung. In Poniatowa selbst befand sich von 1941 bis 1943 ein Konzentrationslager. Im November 1943 wurden hier 43.000 Häftlinge innerhalb von zwei Tagen erschossen. Wir wünschen uns, dass auch unsere Partnergemeinde diese Erinnerung als Mahnung versteht.

Sexualität und Geschlecht dürfen und sollen nicht definieren, ob man gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann oder Lehrer*in werden darf.

Wir fordern die Bezirkspolitik deshalb auf, klar Stellung zur Situation in Poniatowa zu beziehen, sich gegen diese Entscheidung unserer Partnerstadt auszusprechen und unseren Partner*innen unsere Position deutlich zu machen.  Sofern kein Einlenken unserer polnischen Partnergemeinde absehbar ist, fordern wir, die Partnerschaft vorrübergehend auszusetzen.

Polnische Queer-Aktivist*innen brauchen unsere Unterstützung und Solidarität. Gerade durch die Städtepartnerschaft können wir diese ihnen immer wieder zusichern und in gemeinsamen Treffen ausbauen. Eine komplette Aufkündigung der Partnerschaft mit Poniatowa würde sie jedoch alleine lassen. Deshalb lehnen wir diese ab.

Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Steglitz-Zehlendorf

Februar 2020 – Wahl des neuen Kreisvorstandes

Am 15. Februar 2020 hat der Kreisverband der Grünen in Steglitz-Zehlendorf auf einer Mitgliedervollversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Susanne Mertens wurde als Kreisvorsitzende bestätigt, Kostas Kosmas konnte sich im zweiten Wahlgang gegen Sadullah Abdullah durchsetzen und wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt. Außerdem wurden Babette Metz, Torsten Wiesske und Alexander Kräß erneut als Beisitzer*innen in den Vorstand gewählt. Neu im Vorstand sind der Schatzmeister Osman Dumbuya und die Beisitzer*innen Birgit Vasiliades, Mariella Perna, Gülsah Bayar und Wilfred Josue.

Im Zentrum der Mitgliederversammlung stand vor allem auch die Vorbereitung auf das Superwahljahr 2021, sowie die Schärfung des politischen Profils der Partei. Insbesondere auch das Wachstum des Kreisverbands von knapp 500 auf mehr als 740 Mitglieder im letzten Jahr, sowie die damit einhergehenden strukturellen Entwicklungen wurden hierbei hervorgehoben. „Mit unserem neuen Vorstand möchten wir unsere zahlreichen Mitglieder noch mehr einbinden und uns zusammen mit Ihnen der Herausforderung stellen, den Bezirk weltoffen, klimaneutral und grün werden zu lassen.“, so die Vorsitzende Susanne Mertens.

Der Kreisverband dankte dem ehemaligen Schatzmeister Jörg Schwensen, sowie den ehemaligen Beisitzer*innen Heike Mewis, Sarah Jack und Emre Tekemen für ihre langjährige Zusammenarbeit und ihr Engagement.