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Blutspende kann Leben retten

Hintergrund

Im Jahresrhythmus sind die wärmeren Monate und Ferienzeiten erfahrungsgemäß für die Versorgungssituation mit Blutpräparaten in der Region sehr schwierig. Noch in diesem Monat beginnen die Sommerferien in Berlin. Viele Spender sind dann verreist oder setzen andere Prioritäten in der Freizeitgestaltung. Sollte sich zudem anhaltend heißes Wetter einstellen, könnten Hitzebelastungen und Kreislaufprobleme zu einem Spendenrückgang führen.

Für die Patientenversorgung mit lebensnotwendigen Blutpräparaten in der Region ist eine kontinuierliche Spendekultur jedoch sehr wichtig, besonders da Blutspenden als Blutkonserve aufbereitet nur eine begrenzte Haltbarkeit von 35-42 Tagen haben.

In den Kliniken gehen lebensnotwendige Behandlungen für schwerkranke Patienten Tag und Nacht weiter, die die Gabe von Blutpräparaten erfordern.

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Wie wird das gespendete Blut in den Kliniken therapeutisch eingesetzt?
– etwa 19% wird für die Behandlung von Krebspatienten verwendet
– etwa 16% Herzerkrankungen
– etwa 16% Magen-Darm-Erkrankungen
– etwa 12% Verletzungen aus Straßen-, Berufs- und Haushaltsunfällen
– etwa 6% Leber- und Nierenkrankheiten
– etwa 5% Blutarmut, Blutkrankheiten
– etwa 4% Komplikationen bei der Geburt
– etwa 4% Knochen- und Gelenkkrankheiten
– etwa 18% Sonstige Indikationen

Warum ist Blutspenden  so wichtig?
Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 75 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. In der Bundesrepublik Deutschland werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste ca. 3,8 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Alleine das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise ca. 75 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland, nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich.

Sieben regional tätige Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes zeichnen verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patienten in der Bundesrepublik Deutschland rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Der Großteil der benötigten Blutspenden wird zur Behandlung von Krebspatienten während der Chemotherapie, Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Organtransplantationen und bei Sport- und Verkehrsunfällen eingesetzt.

Wer Blut spendet, hilft mit, die medizinische Grundversorgung in der Region über das ganze Jahr hinweg sicherzustellen.
Statistisch gesehen spenden jeden Tag ca. 15.000 Spender deutschlandweit ca. 7.500 Liter Blut für die Versorgung in ihrer jeweiligen Heimatregion.

Wer darf Blut spenden?
Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 71. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt, der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell auf dem Termin geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen.