In den letzten Tagen wurden mehrere Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern in Steglitz-Zehlendorf durchgeführt. Sie gingen auf die Straßen unseres Bezirkes, um für Meinungsfreiheit, für Frieden und für Demokratie einzustehen. Wir als Ampel-Zählgemeinschaft finden das großartig und unterstützen dies ausdrücklich.

Zunächst demonstrierte das Lilienthal-Gymnasium zum Jahrestag des Überfalls Russlands auf die Ukraine im Gedenken an die zahlreichen Opfer für Frieden, Freiheit und Toleranz. Knapp 600 Menschen waren auf dem Hermann-Ehlers-Platz zusammengekommen, so die Schätzungen der Polizei.

Am Mittwoch trafen sich 2000 junge Menschen auf der Schloßstraße, um sich für Demokratie einzusetzen. Dies geschah genau an dem Tag, an dem die Nazis im Jahr 1933 die Notverordnung in Kraft gesetzt hatten, wodurch wesentliche Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden.

Dass Schülerinnen und Schüler gemeinsam demonstrierten, zeigt vom Geschichtsbewusstsein selbstbewusster junger Leute, die sich für eine freie Gesellschaft einsetzen. Zahlreiche Oberschulen und auch Grundschulen schlossen sich an. „Das ist gelebte Demokratie. Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie schon früh beginnen, sich eine Meinung zu bilden und dafür einzustehen. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Wir danken allen jungen Menschen für Ihre Courage, ihren Einsatz und ihren Mut.“, unterstreicht Ulrike Kipf, schulpolitische Sprecherin der BVV-Fraktion der Grünen.

„Umso erschreckender ist es, dass führende Figuren der lokalen AfD diese Courage mit Einschüchterungsversuchen gegenüber den Schülerinnen und Schülern beantwortet haben,“ betont der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Søren Grawert. „Ob durch Anfeindungen aus rechten Netzwerken oder das penetrante Abfilmen der demonstrierenden Schüler: Ein solcher Umgang mit freien Meinungsäußerungen junger Menschen ist schäbig und zeugt von einer tiefen politischen Charakterschwäche.”

„Die Aktionen der Schülerinnen und Schüler verdienen Respekt und Anerkennung. Sie stehen bereits in jungen Jahren für die Werte und Verteidigung der Demokratie ein,“ so Norbert Buchta, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion.

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