Walk & Talk: Feierabend-Spaziergänge durch die Stadtnatur
Wenn der Arbeitstag endet, können Sie an einer ganz eigenen Welt teilhaben, die sich draußen in Steglitz-Zehlendorf eröffnet: Vögel singen zwischen den Häusern, Biber arbeiten im Verborgenen am Teltow-Kanal, Wildwiesen erobern kleine grüne Nischen und Stadtbäume erzählen ihre Geschichten.
Wir laden Sie herzlich zu vier entspannten Feierabendspaziergängen ein, bei denen wir gemeinsam die überraschende Vielfalt der Stadtnatur mitten in Steglitz-Zehlendorf entdecken. In lockerer Atmosphäre erfahren Sie Spannendes über Tiere und Pflanzen, die direkt vor unserer Haustür leben sowie unsere Beziehung zu ihnen.
Die Themen der Spaziergänge:
– Fliegende Gärtner – den Superkräften der Vögel auf der Spur
– Biber & Menschen – zwei Schlüsselarten für lebendige Landschaften?
– Wiesen als Horte der Lebendigkeit – der Mensch als Landschaftsgärtner & Hüter biologischer Vielfalt
– Mensch-Baum-Beziehungen – auf der Suche nach einem fruchtbaren Miteinander
Für wen: Für alle Naturinteressierten, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich
Wann: Jeweils am frühen Abend von 17-19 Uhr und damit ideal zum Abschalten nach der Arbeit
Kommen Sie mit auf eine kurze Auszeit im Grünen, lernen Sie Ihre Stadt aus einer neuen Perspektive kennen und entdecken Sie, wie viel Natur direkt vor unserer Haustür steckt. Die Spaziergänge bauen nicht aufeinander auf und können auch einzeln besucht werden.
Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf und Koordinierungsstelle Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung (NUN)
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Freitag, 19. Juni:
Biber & Menschen – zwei Schlüsselarten für lebendige Landschaften?
Der Biber ist zurück – und mit ihm eine spannende Frage: Ist das größte Nagetier Europas ein Chaosstifter oder ein heimlicher Verbündeter im Natur- und Klimaschutz? In der Schweiz wird der Biber bereits offiziell als Verbündeter für gesunde Ökosysteme und mehr Wasserrückhalt in der Landschaft anerkannt. Doch nicht überall stößt sein Wirken auf Begeisterung.
Bei diesem interaktiven Biberspaziergang begeben wir uns auf Spurensuche entlang des Machnower Buschs und entdecken die erstaunlichen Fähigkeiten dieses tierischen Landschaftsgestalters. Biberdämme können Wasser zurückhalten, Feuchtgebiete entstehen lassen und damit helfen, Landschaften widerstandsfähiger gegen Trockenheit zu machen.
Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf die jahrtausendealte Beziehung zwischen Bibern und Menschen: Wo entstehen Konflikte – und wie kann eine fruchtbare Koexistenz gelingen?
Unterwegs erfahren wir mehr über die Beziehung zwischen Menschen und ihr Verhältnis zum Wasser aus anderen Kulturen: u.a. von Aborigines mit ihren traditionellen Bewässerungssystemen, ergrünenden Wüstenregionen in Afrika und Regenwasser erntenden Gemeinschaften in Nordamerika. Schon lange vor uns haben Menschen Wege gefunden, Wasser in der Landschaft zu halten und Böden lebendig zu machen – Ideen, die heute in Permakultur und regenerativer Landwirtschaft wieder aufgegriffen werden.
Am Ende steht eine gemeinsame Frage, die uns alle betrifft: Was können wir tun, damit das Wasser in der Landschaft bleibt?
Das Angebot ist kostenfrei und wird von dem erfahrenen Wildnispädagogen Lennart Höffgen umgesetzt.
Datum: Freitag 19.6., 17 – 19 Uhr
max. Anzahl an Teilnehmenden: 15 Teilnehmende
Treffpunkt: Machnower Busch, Bus 623 Ludwigsfelder Straße/Sachtlebenstraße
Anmeldung über die Koordinierungsstelle NUN per E-Mail an juhuebner@zedat.fu-berlin.de.