Albrechtstraße Steglitz: Tempo 30 muss bleiben

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… und auf die gesamte Albrechtstraße ausgedehnt werden.

Sicher unterwegs

Politik für die Menschen im Kiez. Für uns Grüne steht fest: Politik darf nicht an den Menschen und ihren Unternehmungen vorbeigehen. Wir hören zu, wir fragen nach, und wir kämpfen dafür, dass unser Wohnumfeld lebenswert bleibt. Sicherheit auf den Straßen, gute Luft, ruhiges Wohnen und attraktive Geschäfte sind keine Nebensachen – sie sind das Fundament für gutes Leben im Kiez. Wir wollen, dass Kinder sicher zur Kita und Schule kommen, Senior*innen unbeschwert unterwegs sein können, Anwohner*innen sich zuhause wohlfühlen und das Geschäftsleben floriert. Dafür setzen wir uns in Steglitz-Zehlendorf jeden Tag ein.  

Unser Ziel

Sichere, grüne und gerechte Stadt. Die Verkehrswende ist mehr als weniger Autos. Sie bedeutet: mehr Platz für Menschen, mehr sichere Wege für Anwohnende, für das Wirtschaftsleben, für Radfahrende, bessere Bus- und Bahnverbindungen, saubere Luft, weniger Lärm, mehr Lebensqualität für alle.  

Fakten zur Albrechtstraße

Flyer Albrechtstraße

Fünf Gründe, warum Tempo 30 auf der Albrechtstraße bleiben muss: 

1. Schulweg, Wohn- und Geschäftsstraße oder Rennstrecke? 

Die Albrechtstraße ist Schul- und Kitaweg für Hunderte Kinder und hochfrequentierte Geschäftsstraße. Tempo 30 bedeutet Sicherheit, übersichtliches Fahren, weniger Bremswege und Verbesserung des Verkehrsflusses. Wer hier Tempo 50 will, gefährdet bewusst Anwohnende, Geschäftskund*innen, Kinder und Jugendliche. Wir wollen, dass sie alle heil zu ihrem Ziel – und auch wieder zurück – kommen. 

2. Mehr Unfälle mit Tempo 50! 

Die Zahlen sind eindeutig: Tempo 30 reduziert die Zahl von Unfällen deutlich und senkt vor allem die Schwere von Verletzungen. Bei einer Kollision mit 30 km/h überlebt ein Mensch mit hoher Wahrscheinlichkeit – bei 50 km/h sinkt die Überlebenschance dramatisch. Das weiß auch die Politik. Wer dennoch Tempo 50 einführt, nimmt diese Gefahr bewusst in Kauf. Straßen sollen Schutzräume sein, keine Orte, an denen man Angst haben muss, die Kinder zur Schule gehen zu lassen oder einzukaufen. 

3. Mehr Stress, null Mitsprache! 

Für Anwohnende und Geschäftsleute der Albrechtstraße bedeutet Rückkehr zu Tempo 50 mehr Lärm und mehr Dauerstress, auch für den vielen Bus-und Lieferverkehr.  Mit Tempo 30 ist die Straße ruhiger und sicherer, Wohnqualität und Attraktivität der Geschäfte steigen. Jeder, der an einer Hauptstraße wohnt, weiß: Es macht einen enormen Unterschied, ob Autos mit 30 km/h oder mit 50 km/h vorbeirauschen, öfters Beschleunigen und Abbremsen. Weniger Lärm heißt: besserer Schlaf, weniger Stress, mehr Lebensqualität. Tempo 30 von 22-6 Uhr reicht dafür NICHT.  Besonders dreist: Anwohnende und Geschäftsleute sind nicht einmal befragt worden – ihre Lebensrealität spielt für die Verkehrspolitik des derzeitigen Senats offensichtlich keine Rolle. 

4. Dicke Luft im Kiez!  

Die Luftqualität hat sich durch Tempo 30 bereits messbar verbessert. Mit Tempo 50 steigt die Luftbelastung natürlich wieder – bei Feinstaub durch mehr Aufwirbelung von Bremsen, Fahrbahn und Reifen, und weil stärker beschleunigt wird. Die CDU verschweigt  diesen Zusammenhang und die einschlägigen Auswertungen der von ihr geführten Umweltverwaltung. Aber Fakt ist: Mehr Tempo bedeutet mehr Schadstoffe. Das gefährdet nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Gesundheit der Menschen, die hier wohnen, arbeiten, einkaufen. Familien, Kinder, ältere Menschen – sie alle atmen die schlechtere Luft ein, wenn Tempo 50 kommt. Auf den derzeit nur 600 Meter mit Tempo 30 gibt es fünf Ampeln mit Fußgängerüberwegen – allein das zeigt die Unsinnigkeit von Tempo 50. Auch der Umstand, dass beim derzeitigen Senat für die Albrechtstraße keine durchgängigen Radstreifen (ca.400 Meter fehlen) und kein intelligentes Management für Lieferverkehr und Parken absehbar ist, spricht für Beibehaltung von Tempo 30. 

5. Freie Fahrt für Autos, auf der Bremse bei Lebensqualität? 

Tempo 30 bedeutet mehr als nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung – es bedeutet ein Stück Lebens-und Aufenthaltsqualität im Alltag. Wo langsamer gefahren wird, fühlen sich Kinder und Eltern sicherer, ältere Menschen können die Straße ruhiger überqueren, Radfahrende und Fußgänger*innen bewegen sich entspannter. Das hilft auch den vielen anliegenden Geschäften. Weniger Tempo heißt auch: weniger Stress, weniger Hektik, weniger Krach. Genau das macht den Unterschied zwischen einem lebenswerten Wohnumfeld und einer reinen Durchfahrtsstraße. Mit Tempo 50 droht der Albrechtstraße genau diese Lebensqualität verloren zu gehen. Statt Sicherheit und Rücksicht gäbe es noch mehr Autoverkehr, noch mehr Durcheinander und noch chaotischere Straßen. Mehr Lärm, mehr Schadstoffe, mehr Gefährdung wären die Folge. Das ist die veraltete Verkehrspolitik der CDU, die an der Realität unserer Kieze vorbeigeht. Wir Grüne wollen stattdessen eine Stadt, die den Menschen gehört. Sicher, leise und lebenswert: Vollgas für Lebensqualität.

So zumindest soll es sein: 
Radfahrstreifen – Albrechtstraße, westlicher Teil – infraVelo

So darf es nicht bleiben: 400 Meter Radweg-Lücke im östlichen Teil der Albrechtstraße :

geschrieben am 9. September 2025 von Karl-Heinz Hage