Kinder- und Jugendparlament beschlossen

Wir freuen uns sehr, dass gestern die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments durch die BVV beschlossen wurde – den Beschluss zur Einrichtung eines entsprechenden Gremiums hatte die BVV bereits im Mai 2025 gefasst. In einem Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen wurden über einen Zeitraum von mehr als anderthalb Jahren die Details erarbeitet. Es ist ein großer Erfolg für die Zählgemeinschaft, dass wir dieses wichtige Projekt nun auf den Weg bringen konnten.
Im BVV-Beschluss heißt es: „Das Kinder- und Jugendparlament soll sich aus Vertreter*innen der bezirklichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft sowie der Jugendfreizeiteinrichtungen zusammensetzen, wobei jede Schule und jede Einrichtung eine von vornherein begrenzte Anzahl junger Menschen unter 21 Jahren entsenden können soll. Die Zahl der gewählten Vertreter*innen je Schule und Einrichtung muss dabei eine ausgewogene Zusammensetzung des Kinder- und Jugendparlaments sicherstellen“.
Die Vertreter*innen der Zählgemeinschaft äußern sich dazu wie folgt:
“Wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. So können wir gegen Politikverdrossenheit angehen.”
Johanna Martens, Sprecherin für Jugendpolitik, B’90/Die Grünen
“Heute haben wir Bezirkgeschichte geschrieben. Dieser Beschluss ist das Ergebnis der harten Arbeit der jungen Menschen im Bezirk. Mit dem KiJuP haben wir das erste Mal eine feste Beteiligungsstruktur für junge Menschen in Steglitz-Zehlendorf.”
Jonas Krone, Sprecher für Partizipation und Integration, B’90’/Die Grünen
“Mit dem KInder- und Jugendparlament können sich junge Menschen endlich verlässlich an den politischen Entscheidungen beteiligen, die ihr Leben direkt betreffen. Hiervon profitieren wir alle, weil die Entscheidungen besser werden und unsere Demokratie gestärkt wird.”
Alexander Niessen, Sprecher für Jugendpolitik, SPD-Fraktion
“Wenn die parlamentarische Demokratie von links und rechts immer stärker unter Druck gerät, kann es nichts Besseres geben, als junge Menschen, die bereits im Kindesalter parlamentarische Beteiligungsprozesse selbst erleben und gestalten können. Umso wichtiger ist es, dass das Kinder- und Jugendparlament als eine echte und repräsentative Vertretung junger Menschen entsteht, in der gewählte Mitglieder ihren Willen bilden und ihre Ideen mit verbrieften Rechten in die BVV einbringen können. Die Entscheidung für ein Kinder- und Jugendparlament ist daher ein wegweisender Schritt für mehr Jugendbeteiligung, politische Eigenverantwortung und die Stärkung der demokratischen Kultur.”
Søren Grawert, Sprecher für Jugendpolitik , FDP-Fraktion