Kulturstandort Dahlem soll erhalten bleiben.

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Grüne BVV-Fraktion fordert Einbeziehung der Bezirksverordneten von Steglitz-Zehlendorf in die Planungen zur Zukunft der Dahlemer Museen. 

Über die Zukunft der Museen Dahlem soll die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf mitentscheiden. Das fordert die BVV-Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen.

Michael Gaedicke, wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion :  „Der Kulturstandort Dahlem ist für den Bezirk von enormer kultureller und wirtschaftlicher  Bedeutung. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf sollte deshalb an die Planungen zur künftigen Nutzung des Standortes aktiv beteiligt sein.“

Bündnis 90 / Die Grünen fordern in einem Antrag, der am Mittwoch, 21.06.2017, in die BVV eingebracht wurde, die für 2017 vorgesehene Machbarkeitsstudie für die künftige Nutzung des Standortes öffentlich im Bezirk vorzustellen und zu diskutieren.

Seit dem 9. Januar 2017 sind das Ethnologische und das Asiatische Museum geschlossen. Ihre Bestände wandern nach Mitte in das Humboldtforum im rekonstruierten Berliner Stadtschloss. Herrmann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), zu denen die genannten Museen gehören, sagte im Januar gegenüber der Presse, dass die geräumten Säle vorläufig als Depots genutzt werden sollten. Ob die Flächen verkauft, saniert und umgenutzt werden, sei unklar. Mittlerweile wollen SPK, Bezirk, Senat und Bund einen Dialog über die künftige Nutzung beginnen.

Die Grünen plädieren dafür, den Kulturstandort im Südwesten Berlins zu erhalten. Als besondere Entwicklungschance für den Standort sieht Gaedicke die Verbindung zur Freien Universität, um „Kultur und Wissenschaft in nächster Umgebung in einen neuen produktiven Austausch zu bringen – das wäre eine hervorragende Möglichkeit, auch neue Konzepte musealer Darstellung zu erproben.“ Die Idee eines einzigartigen „Museums der Zukunft“, sollte neu geprüft werden.
Die Grünen sprechen sich auch dafür aus, die kulturellen Einrichtungen in unmittelbarer Nähe der Dahlemer Museen wie das Kunsthaus Dahlem, das Brücke-Museum, das ehemalige Alliiertenmuseum (Outpost) und das Martin-Niemöller-Friedenszentrum bei der Konzeption eines „Kulturorts Dahlem“ zu berücksichtigen.

Schließlich fordert Gaedicke, dass ein Konzept für die weitere Nutzung des Kulturstandortes vorliegen solle, bevor das Humboldt-Forum seine Tore öffnet.  Wichtig sei, dass der Standort nicht brach falle. „Wir wollen eine öffentlich zugängliche, innovative Zwischennutzung, die den Standort vital hält und Freude auf das Neue stiftet.“