Die heute öffentlich gewordenen Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der U3-Verlängerung zum Mexikoplatz müssen Anlass sein, die Planungen neu zu denken. Die Kosten sind inzwischen auf rund 330 Millionen Euro gestiegen, dadurch droht laut Senatsverwaltung der Nutzen-Kosten-Faktor weiter zu sinken – so dass eine Bundesförderung für den Ausbau immer unrealistischer erscheint.

Statt das Projekt deshalb aufzugeben, fordert die grüne Fraktion in der BVV Steglitz-Zehlendorf, eine Weiterführung über den Mexikoplatz hinaus bis Düppel zu prüfen. Damit könnte neben dem wichtigen Umsteigeknoten Mexikoplatz auch das Viertel Düppel an die U-Bahn angebunden werden. Dort ist bereits neuer Wohnraum geplant, der zusätzliche Fahrgäste bringen würde. Eine Verlängerung hätte damit das Potenzial, mehr Menschen an den ÖPNV anzubinden und dadurch die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts potentiell deutlich zu verbessern.

Alexander Kräß, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der BVV Steglitz-Zehlendorf:

„Die neuen Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der Verlängerung zum Mexikoplatz müssen Anlass sein, die U3 bis Düppel ernsthaft zu prüfen. Damit könnten wir deutlich mehr Menschen an die U-Bahn anbinden. Gleichzeitig entsteht dort neuer Wohnraum und damit zusätzliches ein Potential an neuen Fahrgästen. Wir fordern diese Prüfung schon lange und haben das auch beim Spatenstich im vergangenen Jahr deutlich gemacht.“

Die bisherige Planung ist auch formal noch nicht abgeschlossen: Laut Verkehrsverwaltung fehlen weiterhin Unterlagen zur Planrechtfertigung und Variantenuntersuchung; einen Zeitpunkt für Baubeginn oder Fertigstellung kann sie derzeit nicht nennen.

geschrieben am 17. September 2026 von Alexander Kräß